Instagram-Post-Format: vom Quadrat zu 4:5
Instagram-Post-Format: 1080 × 1350 Pixel im Verhältnis 4:5. Wie aus dem Quadrat von 2010 das Hochformat wurde und was davon für Ihre Bilder bleibt.
Das Format für einen Instagram-Beitrag ist 1080 × 1350 Pixel, Seitenverhältnis 4:5. Das ist die Antwort, und sie ist erst seit August 2015 möglich. Davor kannte Instagram genau ein Format: das Quadrat.
Diese fünf Jahre Quadrat erklären am heutigen Instagram mehr, als die aktuelle Pixelzahl vermuten lässt. Wer weiß, in welcher Reihenfolge die Formate dazugekommen sind, sieht auch, welche einzige Regel für Ihre Bilder übrig bleibt.

Welches Format hat ein Instagram-Beitrag heute?
Drei Flächen, drei Zuschnitte.
Im Feed sind 1080 × 1350 Pixel das Maximum an Höhe, das Instagram zulässt. Das entspricht 4:5. Querformat geht bis 1,91:1, quadratisch bleibt erlaubt.
Im Profilraster erscheint dasselbe Bild in einer 3:4-Kachel. Die ist schmaler als 4:5, also wird links und rechts nachgeschnitten. Bei einem quadratischen Bild kostet dieser zweite Zuschnitt ein Viertel der Breite.
Im Karussell gilt ein einziges Verhältnis für alle Karten. Die erste Karte legt es fest, alle weiteren werden hineingezwungen.
Das sieht aus wie ein durchdachtes System. Es ist aber nacheinander entstanden, über sechzehn Jahre, und keine der Regeln wurde je zurückgenommen.
2010 bis 2015: als das Quadrat keine Wahl war
Instagram startete im Oktober 2010 mit einem einzigen Seitenverhältnis. Jedes Foto wurde auf 1:1 beschnitten. Ohne Ausnahme, ohne Einstellung.
Das war keine ästhetische Marotte. Ein quadratischer Feed lässt sich ohne Layout-Logik darstellen: jede Kachel gleich hoch, jede Zeile gleich lang, kein Scrollverhalten, das vom Bildinhalt abhängt. Auf den Telefonen von 2010 war das der Unterschied zwischen flüssig und ruckelnd.
Der Nebeneffekt hat eine ganze Generation von Fotografen und Handwerksbetrieben geprägt. Man komponierte mittig, weil man musste. Man entschied den Bildausschnitt vor dem Auslösen, nicht danach, denn nach dem Auslösen gab es nichts mehr zu entscheiden. Wer damals ein Produkt an den Bildrand setzte, verlor es.
Diese Gewohnheit gilt heute als altmodisch. Sie ist wieder nützlich, aus einem völlig anderen Grund.
Höhe hat Instagram immer dazugegeben. Breite hat es sich immer wieder zurückgeholt.
August 2015: Hochformat und Querformat kommen dazu
Im August 2015 hob Instagram den Zwang auf. Ab da waren Hochformat und Querformat erlaubt.
Was sich dadurch wirklich änderte, war nicht die Freiheit. Es war die Höhe. Ein 4:5-Bild ist bei gleicher Breite 25 Prozent höher als ein Quadrat. Mehr Höhe heißt mehr Bildschirmfläche, und mehr Bildschirmfläche heißt: länger im Sichtfeld, während jemand scrollt.
Damit wurde das Seitenverhältnis zum ersten Mal zu einer Entscheidung mit Folgen. Nicht mehr nur, wie Sie zuschneiden. Sondern wie viel Bildschirm Sie sich nehmen.
Querformat war ab demselben Tag erlaubt und ist trotzdem praktisch verschwunden. Es nimmt am wenigsten Höhe. Der Feed hat es nie verboten, er hat es nur nie belohnt.
2017 bis heute: Karussell und Profilraster nehmen Breite zurück
Im Februar 2017 kamen Beiträge mit mehreren Bildern.
Technisch war das ein Container, kein neues Format. Und ein Container braucht eine feste Höhe, sonst springt der Feed beim Wischen. Also übernahm Instagram das Verhältnis der ersten Karte und legte alle übrigen darauf fest.
Diese Entscheidung von 2017 ist bis heute der häufigste Grund für schlechte Zuschnitte. Nicht weil sie falsch wäre, sondern weil sie unsichtbar passiert: Sie ziehen zehn Bilder in den Dialog, das erste ist zufällig quadratisch, und neun Hochformatbilder verlieren oben und unten. Wenn Sie Instagram-Beiträge im Stil Ihrer Marke erzeugen lassen, fällt dieselbe Entscheidung ebenfalls beim ersten Bild, nur eben bewusst.
Die zweite Verengung kam viel später. Lange war das Profilraster eine Wand aus Quadraten. Instagram hat es auf 3:4-Kacheln umgestellt.
Seitdem gibt es zwei Zuschnitte für dasselbe Foto: 4:5 im Feed, 3:4 im Raster. Ein 4:5-Bild verliert im Raster rund sechs Prozent seiner Breite. Ein quadratisches verliert ein Viertel. Hier schließt sich der Kreis zu 2010: Wer mittig komponiert, übersteht beide Zuschnitte.

Was von sechzehn Jahren Formatgeschichte bleibt
Sehen Sie sich die Richtung an, in die jede einzelne Änderung ging.
Höhe hat Instagram immer dazugegeben: vom Quadrat zu 4:5, vom Feed-Bild zur fast bildschirmfüllenden Ansicht. Breite hat es sich immer wieder zurückgeholt: erst im Karussell über das gemeinsame Verhältnis, dann im Raster über 3:4.
Daraus folgt eine einzige Kompositionsregel, und sie hat bisher jede Änderung überlebt. Legen Sie nichts Wichtiges an den linken oder rechten Bildrand. Höhe können Sie planen, Breite wird Ihnen genommen.
Der Test dauert dreißig Sekunden. Öffnen Sie Ihr eigenes Profil auf einem Telefon, nicht am Rechner. Vergleichen Sie eine Rasterkachel mit demselben Beitrag im Feed. Was in der Kachel fehlt, ist genau die Breite, die Sie sich beim Fotografieren gespart hätten.
Praktisch heißt das drei Dinge. Fotografieren Sie in 4:5 statt quadratisch, und schneiden Sie schon in der Kamera zu. Prüfen Sie Ihr Profilraster einmal im Monat auf dem Telefon. Und wählen Sie die erste Karussellkarte nach ihrem Verhältnis aus, nicht nach ihrer Schönheit.
Das Seitenverhältnis ist übrigens nicht der häufigste Grund für unscharfe Bilder. Auflösung und Dateityp entscheiden darüber, nicht 4:5.
FAQ
Welche Pixelgröße hat ein Instagram-Beitrag?
1080 × 1350 Pixel im Hochformat (4:5). Quadratisch sind es 1080 × 1080 Pixel, im Querformat 1080 × 566 Pixel.
Ist 4:5 besser als 1:1?
Im Feed ja, weil es bei gleicher Breite mehr Bildschirmfläche belegt. Im Profilraster ist der Unterschied kleiner, dort werden beide auf 3:4 nachgeschnitten.
Warum sieht mein Bild im Profil anders aus als im Feed?
Weil Instagram zwei Zuschnitte verwendet: 4:5 im Feed, 3:4 im Raster. Das ist kein Fehler Ihres Uploads, sondern seit der Rasterumstellung so vorgesehen.
Muss ich meine Bilder vor dem Hochladen zuschneiden?
Es lohnt sich. Instagram schneidet sonst mittig, und diese Entscheidung trifft die App nach ihrer Logik, nicht nach Ihrem Motiv.
Kann ich in einem Karussell verschiedene Formate mischen?
Nein. Alle Karten übernehmen das Verhältnis der ersten Karte. Bereiten Sie deshalb alle Bilder eines Karussells im selben Verhältnis vor.
Gilt 4:5 auch für Stories?
Nein. Stories sind 1080 × 1920 Pixel, also 9:16. Das ist eine eigene Fläche mit eigenen Rändern.





