Sofort festhalten, in den zehn Minuten nach der Sitzung.
Was eine Sitzung wertvoll macht, verblasst in wenigen Stunden in deinem Gedächtnis. Gleich nach dem Ende – nicht am Abend, nicht am nächsten Tag – notierst du drei rohe Dinge: die Frage, die sich die Person laut gestellt hat, den Moment, in dem etwas gekippt ist, und das Prinzip, das du formuliert hast, um es zu erhellen. Drei Zeilen, kein Protokoll. Du notierst nie wer, nie etwas Konkretes über ihr Leben: Du notierst den Mechanismus. „Sie kam beim Delegieren nicht weiter, weil sie Kontrolle mit Verantwortung verwechselte“ stellt niemanden bloß – das ist eine Idee, keine Identität.
Eine Sprachnotiz von dreißig Sekunden auf dem Handy ist mehr wert als eine saubere Datei, die du nie ausfüllst. Das Gesprochene hält die Formulierung lebendig – sie ist es, die wir wollen, nicht die Zusammenfassung.